Technische Dokumentation
Technische Dokumentation

Nordische Megalitharchitektur - Hünen- und Hügelgräber auf Rügen

Auf der Ostseeinsel Rügen sind mehr als 400 gut erhaltene Hünen- und Hügelgräber aus dem Jungsteinzeitalter zu entdecken. Historisch waren Hünengräber vor allem in der norddeutschen Tiefebene bis Rügen und im Süden Skandinaviens angesiedelt. Die große Anzahl gut erhaltener Exemplare auf Rügen gilt als Besonderheit.

Besonders bedeutende  Grabstätten werden als „Großdolmen“ bezeichnet und entstammen der nordischen Megalitharchitektur. Sie bieten Platz für die Verstorbenen in einem geschlossenen Raum. Auf Rügen ist ein solches Hünengrab, in sehr gutem Zustand, in der Nähe von Lancken-Granitz zu bestaunen. Es entstammt der Zeit zwischen 3500 bis 2800 v. Chr. Das Großsteingrab "Ziegensteine" ist im Süden von Lancken-Granitz angesiedelt.

Im Norden der Insel Rügen, in der Nähe von Sagard, ist „Dobberworth“, das größte Hünengrab  gelegen. Die Entstehung Rügens Hünengräber wurde auf die  Bronzezeit datiert. Die Hünengräber haben einen Umfang von 150 Metern und eine Höhe von über 10 Metern. Eine  auf Rügen bekannte Sage beschreibt die Entstehung dieses riesigen Hünengrabes.

„Einst lebte auf Jasmund eine Riesin. Sie hatte sich in den Fürsten verliebt und wollte ihn gerne heiraten. Da er jedoch ihre Gunst verschmähte, begann sie zusammen mit ihrem Gefolge die Landenge, die zwischen dem Kleinen und Großen Jasmunder Bodden gelegen ist, mit Steinen und Sand aufzufüllen. Dies sollte ihr den Weg ebnen, um gegen den Fürsten vorzugehen. Ihre Schürze, voller Sand und Steine, zerriss jedoch bei Sagard. So soll der „Dobberworth“ entstanden sein.“

Bei der Hafenstadt Saßnitz befindet sich das „Fürstengrab“. Ein ganzes Gräberfeld mit insgesamt 13 Grabhügeln ist zwischen Woorke und Patzig gelegen. Der „Riesenberg“ nahe Altenkrichen und das „Pfenniggrab“ nahe Nipmerow sind weitere bekannte Hünengräber der Insel Rügen.

degners.com GmbH